Teilnehmerstimmen zum Bundeswettbewerb 2008
Wettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“ bewirkt großes bürgerschaftliches Engagement
Begeisterung allenthalben war zu spüren bei der Abschlussveranstaltung des Bundeswettbewerbs „Unsere Stadt blüht auf“ 2008. Viele Städte und Gemeinden präsentierten sich mit Ständen auf dem Gelände des ZDF-Fernsehgartens in Mainz. Befragt nach den Auswirkungen des Wettbewerbs unter den jeweiligen Teilnehmern antworteten die meisten bereits vor der Medaillenvergabe: „Wir haben auf breiter Front gewonnen!“ Alle am Wettbewerb beteiligten haben sich außerordentlich stark engagiert und so zum Erfolg beigetragen. Exemplarisch werden hier einige Meinungen kurz vorgestellt.
Meerane Prof. Dr. Lothar Ungerer, Bürgermeister der Stadt Meerane
Das Spannende am Wettbewerb war, wie wir bewertet und begutachtet werden. Wir haben der Fachjury unsere Stadt so gezeigt, wie sie ist. Wir waren sehr gespannt auf das Urteil der Jury, ob es nun um Fragen der Altbrachen-Renaturierung ging oder auch um Fragen der Gartengestaltung, der Parkgestaltungen unserer Stadt. Dafür hatten wir uns im mit den Kategorien des Wettbewerbs auseinandergesetzt und wir sind auf einem guten Weg. Wir haben sehr viel gelernt. Das Zweite, was für die Stadt wichtig war: Wir konnten viele Betriebe begeistern, Gartenbaubetriebe, Kleingartenvereine, auch Bürgerinnen und Bürger, die einen eigenen Zugang gefunden haben zum Thema Garten. Wir haben auf jeden Fall gewonnen. Die Prämierung ist für mich zweitrangig. Tatsache ist, dass wir dabei waren, dass wir ausgewählt wurden, und dass wir am Ende die Stärken darstellen konnten, die wir dann selber reflektiert haben. Und das ist für uns ein Gewinn, also die eigene Reflektion in die Verbesserung der Stadt. |
Halberstadt Andreas Henke, Oberbürgermeister der Stadt Halberstadt
Als wir im vergangenen Jahr die Möglichkeit bekommen haben, uns an dem Wettbewerb zu beteiligen, war die Frage: „Machen wir es oder machen wir es nicht?“ schnell beantwortet. Wir haben uns dafür entschieden, obwohl wir einen schmalen Haushalt haben. Wir sind seit 2007 in der Haushalts-Konsolidierung und mussten uns mit einem äußerst schmalen Budget bescheiden. So waren wir natürlich auf die Unterstützung der heimischen Wirtschaft, der Wohnungsunternehmen, der Schulen und Kindertagesstätten angewiesen und haben den Gedanken des Wettbewerbes in die Halberstädter Öffentlichkeit getragen und eine so große Resonanz, eine so große Unterstützung erfahren, die letztendlich auch dieses Ergebnis (Silber!) heute möglich gemacht hat. Das ist für uns Ansporn, uns vielleicht in zwei, spätestens drei Jahren wieder zu bewerben, denn wir haben auf dem Weg, den wir eingeschlagen haben, noch ein bisschen was zu tun in Halberstadt. |
Erfurt Andreas Bausewein, Oberbürgermeister der Stadt Erfurt
Erfurt ist Blumenstadt. Wir haben diesen Beinamen schon im 19. Jahrhundert gehabt. Uns ging es ganz massiv darum, diesen Blumenstadtgedanken wieder zu beleben. Wir haben 2003 schon mitgemacht und damals Silber erhalten. Diesmal hat sich die Bürgerschaft sehr stark am Wettbewerb beteiligt und das hat, glaube ich, dazu geführt, dass wir die Goldmedaille bekommen haben. Das ist ein ganz großer Beitrag. Elke Oberleiter, Vorsitzende der Interessengemeinschaft Magdeburger
Allee e.V.
Wir sind von der Interessengemeinschaft Magdeburger Allee, das ist ein Stadtteilgebiet von Erfurt. Wir haben teilgenommen, um dieses Stadtteilgebiet weiter zu entwickeln: Grün für die Umwelt, Grün für den Klimaschutz. Wir sind auf einem guten Weg. Wir – Händler und private Hausbesitzer – haben grüne Oasen in dieser Einkaufsstraße geschaffen und mit riesengroßen Blumenkübeln und Blumenkästen bunt gestaltet. |
Mettlach Matthias Hießerisch, Geschäftsführer Saarschleife
Tourstik GmbH & Co KG
Mettlach hat sich bei Entente Florale zum ersten Mal beworben. Wir hatten gar keine richtige Vorstellung, was alles dahinter steckt. Wir haben versucht, mit viel Eigeninitiative einige Dinge auf den Weg zu bringen und die Bürger zu beteiligen. Nachdem viele Jahre einiges brach lag, haben wir im öffentlichen Bereich auf Anhieb erreichen können, dass viele Leute mitmachten. An den Ergebnissen ist zu sehen, was wir als Gemeinde geschaffen haben. Aber auch im privaten Bereich entwickelten Vereine und Bürger viele Ideen und setzen sie um. Es hat sich eine unglaubliche Eigendynamik entwickelt. Wir sehen dies als Impuls für eine neue Entwicklung. |
Preetz Jan Birk (Sprecher der Lenkungsgruppe), Stadt Preetz, Umweltamt
Die Stadt Preetz hat lange Jahre die Grünflächen von Bunt zu Grün umgestaltet. Das war pflegeleichter, ökologischer. Jetzt haben wir diesen Wettbewerb als Instrument genutzt, um zusammen mit unseren Bürgern, Politikern und Gewerbetreibenden wieder viel mehr Blumen in die Stadt zu bringen. Heute ist mit der Preisverleihung der Höhepunkt für uns. Aber danach wird es weitergehen. Vor allem wird es darum gehen, dass das, was wir im Hauruck-Verfahren und mit viel Anstrengung gemacht haben, als Standard in Preetz gehalten wird. Wir wollen dieses Blumenmeer, das wir dieses Jahr geschaffen haben, dauerhaft erhalten und vermehren. |
Witzenhausen Miriam Gerke, Geschäftsführerin Pro Witzenhausen GmbH, Tourist
Information
Witzenhausen ist durch den Wettbewerb ein Stück lebenswerter geworden, als essie es sowieso schon war. Viele Grünanlagen wurden wieder attraktiver. Die Bürger haben durch diese Aktion ein größeres Verständnis für die Stadt und auch für die öffentlichen Einrichtungen bekommen. Sie haben vor ihrer eigenen Haustür angefangen. Witzenhausen ist dadurch wirklich sehr viel schöner geworden. |
Weimar Stefan Wolf, Oberbürgermeister der Stadt Weimar
Die Wettbewerbsteilnahme war für Weimar bereits die zweite. Die erste, vor vier Jahren, war schon sehr erfreulich. Eine ganze Reihe von Projekten sind entstanden, die nachhaltig geblieben sind, z.B. das Projekt der Händlerinitiative, für das wir jetzt auch ausgezeichnet worden sind. Inzwischen sind wir so begeistert dabei und führen ständig gemeinsame Aktionen durch, z.B. „Weimar macht blau“ – die Bepflanzung mit blau blühenden Pflanzen. Das ist nur ein Beispiel von vielen, die sich nachhaltig entwickelt haben. Alle sind glücklich und zufrieden. Ein anderes Projekt wird in der Altstadt durchgeführt - ein Parkplatz wird seit vier Jahren
temporär zum Park umgestaltet. Der ganze Platz wird in Standflächen unterteilt und
an Landschaftsarchitekten aus ganz Deutschland vergeben, die dort kleine Minigärten gestalten
können. Dabei kommen die tollsten Ideen zu Tage.
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Stuttgart Werner Koch, Gartenamtsleiter der Stadt Stuttgart
Stuttgart ist eine sehr grüne Stadt. Für uns war klar, dass wir durch
die Teilnahme an diesem Wettbewerb noch mehr an Reputation für das Grün bekommen.
Unser Oberbürgermeister, der eigentlich sehr grün eingestellt ist, hat ein wenig Zeit
gebraucht, bis auch er von diesem Blumengedanken, von diesem blühenden Gedanken Feuer gefangen
hatte. Er ist zwischenzeitlich lichterloh entbrannt. Der Einsatz hat sich gelohnt. Die Bürgerinnen und Bürger von Stuttgart sind eindeutig die Gewinner dieses Wettbewerbs. Ich bin dankbar und stolz auf meine Mitarbeiter, die vieles zusätzlich gemacht haben und das mit einem verhältnismäßig geringen Etat.
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Lorsch Michael Ofenloch, Leiter Gartenabteilung
„Unsere Stadt blüht auf“ hat Lorsch deutlich vorangebracht in den gesamten Grünanlagen, aber auch im Zusammenhalt der Bürger untereinander. Man hat gemerkt, dass sich unglaublich viele mit dieser Idee identifizierten und entsprechend mitgemacht haben. Es gab viele Aktionen, bei denen die Bürger ganze Straßen mit Einzelaktionen gestaltet haben. Und auch die Schulen und Kindergärten waren Feuer und Flamme und haben sich in vielen Richtungen eingebracht. Die Bürger haben Patenschaften übernommen für Beete vor ihrem Haus oder für Bäume, die sie entsprechend gepflegt haben. In dieser Art und Weise hat es einen Ruck nach vorne gegeben, was sonst Jahre gebraucht hätte. Auch von politischer Seite - Bürgermeister, Magistrat – wurden wir komplett unterstützt und man ließ uns freie Hand. Viele Projekte wurden enorm vorangebracht.
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Lorsch Nicole Fischer, Vertretung Gartenabteilung
Wir hatten uns schon immer überlegt, dass man doch am bundesdeutschen Wettbewerb mitwirken sollte und haben uns das für das Jahr 2007/2008 vorgenommen. Im Jahr 2007 haben wir mit einem Friedhofs-Fotowettbewerb begonnen und die Bevölkerung aufgerufen, dass sie zur Kultur und Natur auf den Friedhöfen Fotos macht, was in eine sehr schöne Ausstellung mündete. Außerdem haben wir den Grundschulen einen Blütenwettbewerb angeboten, d. h. wir haben Samen von Ringelblumen produzieren lassen, der an alle dritten Klassen der Grundschulen verteilt wurde. Am Tag des offenen Rathauses konnten die Schüler diese Blumen zurückbringen und haben damit für einen tollen Werbeeffekt für Entente Florale gesorgt. Wir haben viele Partner einbezogen. So hatten wir eine Auftaktveranstaltung in unserem Naturkundemuseum, wo eine Ausstellung zu Flower-Power-Heilpflanzen lief. Eigentlich alle Verbände, Institutionen, Handel und Ehrenamtliche konnten einbezogen werden, und schon zum Auftakt ging ein Ruck durch die Menschen, die bekannt haben: Ja ich mache mit bei Entente Florale. Wir haben Entente Florale als Prozess verstanden. Man gewinnt schon mit der Teilnahme, und das können wir unterstreichen. |
Regensburg Ernst Stösser, Leitender Gartendirektor
Für die Stadt Regensburg war die Teilnahme am Wettbewerb ein sehr großer Erfolg. Die Bürgerinnen und Bürger haben enorm profitiert. Zum ersten Mal hat mit Regensburg eine Weltkulturerbe-Stadt teilgenommen. Wir haben ja 150.000 Einwohner, und bei der Gelegenheit muss man sagen, dass der zentrale Ostbereich mit seiner Altstadt einen sehr wertvollen Bereich darstellt mit 1.400 Einzeldenkmälern. Es ist uns gelungen, mit sehr viel Charme und viel Engagement auch die Durchgrünung der Altstadt zu forcieren. Wir haben dabei eine ganze Menge neue Ideen eingebracht. Wir haben den Blumenschmuckwettbewerb massiv forciert und haben eine grüne Altstadt, die sich sehen lassen kann. Wir waren sehr erfreut darüber, was da alles passiert ist in den letzten Wochen. Ich denke, dass es uns gelungen ist, den Bürgern den Begriff Entente Florale zu vermitteln. Wir hatten eine sehr gute Bürgerteilnahme, über 300 Projekte, die von Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt und auch im Umland durchgeführt worden sind. Und ich denke, dass wir dort eine nachhaltige Wirkung hinterlassen haben. Wir sind auch in den nächsten Wochen und Monaten dabei, die Sache noch weiter aufzuarbeiten, und wir haben noch Projekte für das nächste Jahr, die wir auch ohne Entente Florale fortsetzen werden. Ich denke, die Gewinner sind bei uns die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt.
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Regensburg Heike Ismer, Abteilungsleiterin, Grünflächenunterhalt, Baumschulen
und Gärtnerei
Viele Sachen wurden angestoßen, die uns zum Nachdenken angeregt haben. Wir hatten ein sehr hohes Bürgerengagement. So wurde im Bundeswettbewerb auf Plätze in der Stadt aufmerksam gemacht, die wirklich mehr Grün und Blumenschmuck vertragen können, wie z. B. das Donauufer, die Schiffsanlegestelle, der Vorplatz zum Bahnhof. Wir versprechen uns, dass diese Aktivitäten nachhaltig wirksam werden, gerade in den repräsentativen Bereichen. Was für mich als Abteilungsleiterin im Grünflächenunterhalt eben auch besonders war, dass ich nicht nur die Projektleitung des Bundeswettbewerbs inne hatte, sondern auch gespürt habe, wie das Engagement der Mitarbeiter, der Meister von Erfolg gekrönt war. So sind Staudenpflanzungen aufgewertet worden. Aber auch das Engagement der zahlreichen Vereine, der Gartenfachbetriebe, Floristen, Gärtner war einfach toll. Man konnte in der gesamten Bevölkerung spüren, welchen Stellenwert das Grün in der Stadt hatte.
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Heidenheim Wolfgang Heinecker, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Stadt
Heidenheim
Es geht bei Entente Florale vor allem darum, wie sehr es gelingt, die Öffentlichkeit und die Bürgerschaft zu beteiligen. Eine der Werbe-Ideen in Heidenheim war es, einen faltbaren Blumentopf zu kreieren, weil es in Heidenheim eine Faltschachtelfabrik gibt. Dieser faltbare Blumentopf lässt sich tatsächlich einwandfrei bepflanzen und diesen haben wir in einer Auflage von ca. 250.000 Stück in alle Haushalte in der Region gebracht. Auf der Rückseite des Blumentopfs steht, dass jeder etwas dazu beitragen kann, die Welt schöner und grüner zu machen, und sei es nur mit einem Blümchen am Frühstückstisch.
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Heidenheim Gunter Bergmann, Städtische Betriebe, Stadt Heidenheim
Für die Stadt gebracht hat der Wettbewerb viele schöne neue Punkte, und zwar grüne Punkte. Mir als Gärtner ist wichtig ist, dass wir besondere Aktionen durchgeführt haben. So wurden z. B. die Stadteingänge mit großen Blumentöpfen bepflanzt. Das hat mir viel Spaß gemacht und es hat Heidenheim in der Region ein Stück weit bekannter gemacht. |
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Hinweis
Bilder zum Bundeswettbewerb 2008:
Klicken Sie hier, um die Bilder von der Preisverleihung
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Teilnehmerstimmen:
Nachfolgend können Sie die Teilnehmerstimmen der Vorjahre zum Bundeswettbewerb einsehene.
Teilnehmerstimmen 2007
Teilnehmerstimmen 2008
Teilnehmerstimmen 2009











