Rheinfelden – viel Kreativität, großer Einsatz und schöne ‚Grün‘-Aktionen
Für Rheinfelden, eine 32.000-Einwohner Stadt in Baden-Württemberg, war bereits vor der eigentlichen Wettbewerbsteilnahme klar, dass möglichst alle von der Idee einer grüneren und schöneren Stadt angesteckt werden sollten. Schon sehr früh wurden die Bürger eingebunden und Ideen für den Wettbewerb gesammelt. Während der ganzen Wettbewerbsmonate erfüllte die Stadt ein neues ‚grünes‘ und ‚gärtnerisches‘ Leben. Gemeinschaftspflanzungen, ‚grüne‘ Lesungen, Pflanzenwanderungen - die Ideenvielfalt scheint in Rheinfelden unerschöpflich.
Auch bei Umgestaltungen von Platzflächen lag der Kommune an der Meinung ihrer Bürger. Im März 2011 fand ein Planungsworkshop statt, bei dem es um eine neue Konzeption für eine unansehnliche Grünanlage in der Geschwister-Scholl-Straße ging. Die Anwohner konnten ihre Vorstellungen einer idealen Umgestaltung einbringen, die sodann von einem Landschaftsarchitekten zusammengefasst und schließlich in die Praxis umgesetzt wurden.
Auch Umgestaltungen im landschaftlichen Umfeld der Stadt gehören zum Repertoire der Wettbewerbsmaßnahmen. Die Neugestaltung des Rastplatzes am Mägdebrünnlein zwischen Eichsel und Adelhausen kommt schon heute Wanderern und Bewohnern gleichermaßen zugute. Der Platz, um den sich Mythen und Sagen ranken, bietet einen herrlichen Ausblick über den Dinkelberg. Die Stadt Rheinfelden nahm in Zusammenarbeit mit den Ortschaften Eichsel und Adelshausen eine Umgestaltung des Rastplatzes und eine naturnahe Gestaltung des Bachlaufs vor. Der Bachlauf verläuft nun mäandrierend, einheimische Sträucher wie Pfaffenhütchen, Weißdorn und Holunder sind als Gehölzlehrpfad in Szene gesetzt. Schon jetzt wird offensichtlich, dass sich diese Flächen zu einem Kleinod für Pflanzen, Tiere und Erholungssuchende entwickeln wird.
Mit kleineren und sehr liebenswerten Aktionen werden in Rheinfelden Naturliebhaber angesprochen, aber auch Kinder auf die Geheimnisse der Natur hingewiesen. Letztere ließen sich gerne aktivieren, ein „Bienen-Hotel“ zu bauen. Umso mehr als sie erfuhren, dass es unglaubliche 500 einheimische Wildbienenarten gibt, von denen aber viele vom Aussterben bedroht sind. Den Tieren fehlt es an natürlichem Lebensraum mit ausreichend Futterpflanzen und Nistplätzen. Angeleitet wurden die kleinen „Bienenschützer“ von einem Team, das sich aus Naturschützern und Biologen zusammensetzte. Der Verein Stadtmarketing Pro Rheinfelden e.V. wiederum bot eine Kräuterwanderung an. Unter dem Motto „Kräuter am Wegesrand“ vermittelten eine Naturführerin und eine Biologielehrerin schmackhafte und heilende Aspekte von Pflanzen, wie z.B. Brennnesseln, Spitzwegerich und Giersch. Nur wenig bekannt ist nämlich, dass diese Pflanzen verzehrbar und bei richtiger Zubereitung sogar sehr genießbar sind.
Die Jury kann bei ihrem Besuch gespannt sein, was ihr noch alles geboten wird.
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